...der Faszination der textilen Arbeit erliegen-

 
 

Während meiner letzten Berufsjahre arbeitete ich in einem international bekannten Textilverlag. Einblicke in die Kreationsabteilung zu erhalten war ein absolutes Abenteuer: Den Stoffentwurf auf dem Papier zu erleben, dann als Andruck und zuletzt den Ballen mit der Meterware zu sehen und zu ertasten war Genuss pur.

 

Ich kam ca. 1970 zum ersten Mal in den USA mit Patchwork-Arbeiten in Verbindung und belegte Kurse und Fortbildungsseminare bei Nany Crow, Michael James, Pauline Burbidge und anderen.

Meine Beschäftigung mit Textilien, meine Freude an der Herstellung von Quilts gibt es also schon seit vielen Jahren. Aber diese ganz neue Auseinandersetzung mit dem textilen Material gab mir einen ungeheuren Antrieb, eigene Ideen umzusetzen.

 

Mein Stil wandelte sich, ich begann zu Färben, zu Drucken, Stoffe zu schichten, Durchblicke zu schaffen. Selbst meine Themen veränderten sich. Neben meiner Vorliebe für Mythologie und Märchen gewannen Naturthemen und die Verarbeitung von Reiseeindrücken an Bedeutung. Die Schritte zur Herstellung nur „schöner“ Quilts rückten zunehmend in den Hintergrund. Mein Mut, zeitkritische oder politische Themen umzusetzen, nahm zu. Die Anerkennung, wenn meine Arbeiten für internationale Ausstellungen ausgewählt wurden, gaben mir Zuversicht und die Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein.

 

Ich ertappe mich dabei, dass ich zunehmend mit „Quiltaugen“ durch die Welt gehe: das Gold im Froschauge, Windräder in der Nordsee, eine moosüberwachsene Mauer – alles lässt sofort meine Phantasie anspringen und der nächste Quilt ist in Planung.

 


 

           

AKTUELL: 

 

Austellung

 

Galerie Rondo

Blei + Guba